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WU Alumni Arts: Sigmund Freud und die Literaten des Jungen Wien

Liebe Alumni,

es freut uns sehr, Sie erstmalig zu einer exklusiven Führung durch das Sigmund Freud Museum im 9ten Bezirk einzuladen. Kaum ein anderer Name ist so eng mit Wien verbunden wie Sigmund Freud und übt bis heute große Anziehungskraft aus. 25 Mitglieder des WU Alumni Clubs kommen in den Genuss dieser Sonderführung, die zum einen durch das Haus selbst, aber auch durch die derzeitige Sonderausstellung „Parallelaktionen. Freud und die Literaten des Jungen Wien“ führt.

Datum: Donnerstag, 19. April 2018
Uhrzeit: 18.30 Uhr
Ort: Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien

In den ehemaligen Wohn- und Praxisräumen des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Neurologen und Psychoanalytikers zeigt das Sigmund Freud Museum eine Dokumentation zum Leben und Werk des Begründers der Psychoanalyse. Der 1856 in Freiberg in Mähren geborene und 1939 im Exil in London verstorbene Sigmund Freud gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts.

47 Jahre wohnte und wirkte Freud in der Berggasse 19 ehe er 1938 mit seiner Familie über Paris nach London floh. Nachdem seine bis dahin erschienenen Werke bereits 1933 der Bücherverbrennung in Deutschland zum Opfer gefallen waren, verließ er erst nach dem Anschluss 1938 das Land. Nur ein Jahr später verstarb er nach langem Krebsleiden an einer auf seinen Wunsch hin verabreichten Überdosis Morphium.

1971 wurde im Haus Berggasse 19 mit Unterstützung von Freuds Tochter Anna das Sigmund Freud Museum eröffnet. Originale Einrichtungsgegenstände, unter anderem die Wartezimmermöbel sowie eine Auswahl seiner privaten Antikensammlung, Autografen und Erstausgaben seiner Werke gewähren Einblicke in die Biographie Freuds, sein kulturelles Umfeld und die Entstehung der Psychoanalyse.

Parallelaktionen. Freud und die Literaten des Jungen Wien

Das Museum wurde im Laufe der Jahre schrittweise erweitert; zunächst auf die wenigen Räume der ehemaligen Praxis beschränkt, vergrößerte sich die Fläche um ein Vielfaches. In einem Videoraum werden historische Filmaufnahmen aus dem Privatleben Freuds und seiner Familie gezeigt. Die Sonderausstellung, die noch bis Ende des Jahres zu sehen ist, rundet das Programm ab.

„Parallelaktionen. Freud und die Literaten des Jungen Wien“ legt die Spuren frei, die die Psychoanalyse im Werk der Schriftsteller Arthur Schnitzler, Karl Kraus, Hugo von Hofmannsthal und Felix Salten hinterlassen hat. Die Beziehungen zwischen Psychoanalyse und Literatur im Wien der Jahrhundertwende können als Parallelaktionen verstanden werden: obwohl der Nervenarzt und die „Nervenkünstler“ des Jungen Wien mit ihren Erkundungen der menschlichen Seele ähnliche Ziele verfolgten, sind offizielle Allianzen kaum belegt und persönliche Beziehungen die Ausnahme. Freuds Theorie inspirierte die Literaten jedoch maßgeblich, wie die Ausstellung anhand ausgewählter Schriften, Werke und Briefe nachzeichnet.

Als Ausstellungsdisplays fungieren historische Kästen, die so auch in den jeweiligen Wohn- bzw. Arbeitszimmern der Autoren stehen hätten können; jedem Autor ist somit ein eigenes, seinem Stilempfinden entsprechendes Möbel zugeeignet, das biographische Informationen, Dokumente und audiovisuelle Inhalte präsentiert.

Nutzen Sie die Gelegenheit, das Sigmund Freud Museum, das 2019 umgebaut werden soll, in seinem derzeitigen Bestehen kennen zu lernen!

Nähere Informationen zu Freud Museum: www.freud-museum.at

Termine:
TerminWochentag
19.04.2018 18:30 - 20:00Donnerstag

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